Gastvortrag von Dr. des. Peter Ulrich: partizipative Governance und nationale Grenzziehungen in EU-Grenzregionen

Das Beispiel des Europäischen Verbunds für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ)

Die EU hat grenzüberschreitende Kooperation rechtlich, finanziell und politisch gefördert und damit ein „Europa der Grenzregionen“ geschaffen. Zudem wurde mit dem EU-Instrument „Europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit“ (EVTZ) eine Rechtsform eingeführt, die Grenzregionen ein neues Governance-Modell für kollektive Regionalplanung zur Verfügung stellt und die Debatte um ein „New Regionalism“ neu entfacht hat. Gleichzeitig spielen nationale Grenzziehungen eine große Rolle und behindern oder ermöglichen kollektive Governance über nationalstaatliche Grenzen hinweg. Dieses Wechselverhältnis wird anhand der Fallstudien EVTZ Südtirol-Tirol-Trentino, TransOderana, SaarMoselle und Galicia-Norte de Portugal aufgezeigt.

Dr. des. Peter Ulrich ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Viadrina Center B/ORDERS IN MOTION in Frankfurt (Oder) und am Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung in Erkner. Als Politikwissenschaftler mit Schwerpunkt auf Europa- und Regionalwissenschaften untersucht er Prozesse der grenzüberschreitenden Kooperation in Europa, Regionalisierung und Governance, zivilgesellschaftliches Engagement und soziale Innovationen in EU-Grenzräumen.

Der Vortrag ist öffentlich und richtet sich an Praktiker_innen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, Studierende sowie Wissenschaftler_innen.

Vortrag in deutscher Sprache, Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich.