Anlässlich des 11. Gipfels der Großregion am 17. Juli 2009 im Senninger Schloss befürworteten die politisch Verantwortlichen der Großregion in ihrer gemeinsamen Erklärung die Einrichtung eines geographischen Informationssystems für die Großregion (GIS-GR/SIG-GR) als unabdingbares Arbeitsinstrument zur Umsetzung des gemeinsamen Ansatzes im Bereich der Raumplanung und Raumentwicklung in der Großregion. Die Gipfelteilnehmer waren sich darüber einig, dass eine verbesserte und abgestimmte Zusammenarbeit bei der grenzüberschreitenden Raumplanung und Raumentwicklung, sowohl im ländlichen wie auch im städtischen Raum, eine unerlässliche Bedingung auf dem Weg der Großregion zu einem Raum mit hohem sozialem, wirtschaftlichem und ökologischem Mehrwert darstellt.
In Umsetzung dieses Auftrages des 11. Gipfels der Großregion haben die fachlich zuständigen Institutionen der Partner der Großregion
begonnen, unter der Federführung von Rheinland-Pfalz ein grenzüberschreitendes Geoinformationssystem der Großregion (GIS-GR/SIG-GR) als gemeinsames Werkzeug der Raumentwicklung in der Großregion aufzubauen.
Grundsätzlich handelt es sich hierbei um ein System zur Erfassung, Bearbeitung, Organisation und Präsentation geographischer Daten. Die Nutzungsmöglichkeit der klassischen Landkarte wird deutlich erweitert, da neben der Visualisierung insbesondere die Möglichkeit zur räumlichen Analyse von Geodaten besteht. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen beispielsweise als Grundlage für Entscheidungen hinsichtlich der grenzüberschreitenden Raumentwicklung in der Großregion. Arbeitsschwerpunkte werden zunächst die Themen Planungsdokumente, Demografie, Verkehrswesen sowie die grenzüberschreitende Mobilität bilden. Der Mehrwert des Systems GIS-GR/SIG-GR besteht dabei insbesondere in der Bereitstellung von grenzübergreifend auf die gesamte Großregion abgestimmten und damit vergleichbaren Geodaten. Dies unterscheidet GIS-GR/SIG-GR von bereits eingerichteten regionalen bzw. nationalen Systemen, deren Analyseergebnisse nicht kompatibel sind. Darüber hinaus ermöglicht die Ausgestaltung des Systems als Geoportal künftig nicht nur Fachdienststellen, sondern auch der interessierte Bevölkerung der gesamten Großregion die Suche und den Zugriff auf geographische Informationen und Dienste.
Der Lenkungsausschuss des INTERREG IV A Programmes „Großregion“ hat das Projekt „GIS-GR/SIG-GR Geographisches Informationssystem der Großregion“ positiv bewertet und Fördermittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung bewilligt. Das Projekt erhält damit für die Dauer von drei Jahren die finanzielle Unterstützung der Europäischen Union.
Ministère du Développement durable et des Infrastructures
Département de l'Aménagement du Territoire
Madame Marie-Josée Vidal
E-mail : marie-josee.vidal@mat.etat.lu