
Die 130 Schülerinnen und Schüler des ersten Jahrgangs kommen aus dem Saarland, Luxemburg, Rheinland-Pfalz und Lothringen; sie werden von saarländischen und luxemburgischen Lehrern unterrichtet. Künftig können am Schengen-Lyzeum u.a. das deutsche und das luxemburgische Abitur in einem Bildungsgang erworben werden sowie ein luxemburgischer berufsbildender Abschluss. Ministerpräsident Peter Müller: „Diese neue Schule ist der Initiative des scheidenden Bildungsministers Jürgen Schreier zu verdanken. Mit der Eröffnung des Schengen-Lyzeums wächst die Saar-Lor-Lux Region ein Stück weit zusammen und wir machen die künftige Generation fit für den europäischen Arbeitsmarkt.“ Landrätin Daniela Schlegel Friedrich fügte hinzu: „Das Schengen-Lyzeum ist ein Gewinn für die gesamte Region. Ich freue mich, dass mit Perl ein zentraler Standort für diese internationale Schule gefunden werden konnte“.
Das „Deutsch-Luxemburgische Schengen-Lyzeum Perl“ startet mit der Klassenstufe 5 und wird später die Klassenstufen 5 - 12 mit einem gymnasialen und einem berufsbildenden Zweig umfassen. Die Schule wird in Ganztagsform geführt mit dem Ziel, Schülerinnen und Schüler verschiedener nationaler Herkunft in gemeinsamen Klassen zu erziehen. Das innovative pädagogische Konzept setzt einen deutlichen Akzent auf die Förderung selbstorganisierten individualisierten Lernens.
Träger des Lyzeums sind das Großherzogtum Luxemburg und der Landkreis Merzig-Wadern. Das Schengen-Lyzeum wird zunächst das Gebäude der Erweiterten Realschule Perl nutzen. Ein Erweiterungsbau mit anschließendem Umbau des vorhandenen Gebäudes befindet sich in Planung. Die Kosten werden hälftig vom Landkreis Merzig-Wadern und vom Großherzogtum Luxemburg getragen. Der erste Bauabschnitt soll im Schuljahr 2009/10 bezugsfertig sein.
Für den laufenden Betrieb erhält die Schule ein jährliches Budget. Hierzu leistet das Großherzogtum einen Beitrag entsprechend der Anzahl der Schüler mit Wohnsitz im Großherzogtum.
Unterrichtssprache ist überwiegend Deutsch; mindestens zwei Sachfächer, z. B. Sport, Musik, Bildende Kunst, werden in französischer Sprache unterrichtet. Im berufsbildenden Zweig – ab Klassenstufe 10 – wird ein Teil des fachbezogenen Lernbereichs in Französisch unterrichtet.
Quelle : Staatskanzlei Saarbrücken