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AKTUELLES - Luxemburgische Präsidentschaft des 11. Gipfels der Grossregion
Krankenhaustagung Großregion 2009 in Bad Mondorf
29-04-2009


Im Rahmen der Luxemburger Präsidentschaft des 11. Gipfels der Großregion hat am 29. April 2009 die Krankenhaustagung Großregion im Konferenzzentrum des „Domaine Thermal“ von „Mondorf-les-Bains“ stattgefunden.  Die Organisatoren der Tagung, das „Institut Universitaire International Luxembourg (IUIL) »  sowie die « Entente des Hôpitaux Luxembourgeois (EHL)“ konnten über 130 Teilnehmer aus der Großregion Saar-Lor-Lux-Rheinland-Pfalz-Wallonie-Französischsprachige und Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens willkommen heißen.

Die Einführungsreden des Gesundheits- und Sozialministers Mars Di Bartolomeo sowie des Innen- und Landesplanungsministers Jean-Marie Halsdorf haben die Teilnehmer für die Notwendigkeit von Entwicklungssynergien  im Gesundheitswesen innerhalb der Großregion sensibilisiert. Diese seien essentiell um den Krankenhäusern zu ermöglichen,  den bedeutenden Veränderungen denen sie sich zukünftig gegenüber sehen gerecht werden zu können. Der Präsident des 11. Gipfels der Großregion Jean-Marie Halsdorf wünscht sich in diesem Kontext die Schaffung eines Netzwerkes der Krankenhäuser der Großregion. Er hat zudem hervorgehoben, dass eine Investition in das Gesundheitswesen eine Investition in die Zukunft sei.

Die einzigartige geografische Lage des Veranstaltungsortes  mit vier Landesgrenzen innerhalb eines Radius‘ von 30 km, bot einen passenden Rahmen für das durch Pascal Garel, Generaldirektor der „European Hospital and Healthcare Federation (HOPE)“, moderierte Rundtischgespräch zur Thematik „Der grenzüberschreitende Patient“.

Dr. Christoph Scheu, Geschäftsführer des St. Elisabeth Klinikum Straubing, referierte anschließend über seine Vision des Krankenhausmanagements im Jahre 2030.

Am Nachmittag bot die Krankenhaustagung Fachleuten und Entscheidungsträgern des Gesundheitssektors die Möglichkeit, brisante und aktuelle Thematiken wie ‚Qualitätsmanagement‘, ‚Einkauf und Logistik‘ oder ‚Auswirkungen der EU-Richtlinien auf die nationalen Gesetzgebungen und die Krankenhäuser‘ zu diskutieren.

Der Zugang zu medizinischen Dienstleistungen im nahe gelegenen Ausland steht durch den vom Europaparlament in erster Lesung verabschiedeten Richtlinienentwurf der Kommission im Mittelpunkt des aktuellen politischen Tagesgeschehens.

Die Krankenhaustagung ist auch im Kontext der aktuellen Wirtschaftskrise zu betrachten. Auch wenn größere Katastrophen im Gesundheitswesen bisher ausblieben, ist es unabdingbar, verschiedene Faktoren des Sektors zu überdenken. Krankenhäuser agieren als Dienstleister und müssen gleichzeitig Unternehmensführung betreiben. Somit müssen Kriterien des öffentlichen als auch des privaten Sektors in die Überlegungen einbezogen werden. Dies bietet die Möglichkeit, von gewissen staatlichen Garantien zu profitieren und gleichzeitig nach Ansätzen und Methoden zu suchen, die den wirtschaftlichen und sozialen Anforderungen bestmöglich angepasst sind. Somit kann von den Erfahrungswerten beider Sektoren profitiert und die interessantesten Optionen für eine konstante Verbesserung der Pflegeleistungen können beibehalten werden.