|     | Erweiterte Suche
Drucken | Versenden

AKTUELLES - Deutsch-Luxemburgisches Schengen-Lyzeum Perl
Über 1.7 Mio Euro für europäisches Interreg-Projekt am Schengen-Lyzeum genehmigt
06-05-2009


Grund zum Feiern in der Großregion: das Projekt INHED (Integration, Heterogenität Differenzierung am Deutsch-Luxemburgischen Schengen-Lyzeum Perl) ist jetzt auch von den zuständigen EU-Behörden in vollem Umfang genehmigt worden. Das Projekt will den sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Austausch in der Großregion fördern.

 

Die Gesamtkosten sind mit 1.774.091 €, verteilt auf drei Jahre bis zum Schuljahr 2010/11 veranschlagt. Die Hälfte der Kosten für das Projekt trägt die EU, die andere Hälfte tragen das luxemburgische Erziehungsministerium, der Landkreis Merzig-Wadern und das saarländische Kultusministerium gemeinsam. Das Schengen-Lyzeum Perl bietet für dieses europäische Projekt eine hervorragende Plattform - so Staatssekretärin Reichrath bei der heutigen Auftaktveranstaltung.

Schüler wie Lehrer kommen aus Deutschland und aus Luxemburg und bringen damit ganz unterschiedliche Erfahrungen mit. So haben die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel bis zu ihrem Eintritt ins Schengen-Lyzeum nicht genau dasselbe gelernt. Insbesondere in den Fächern Deutsch, Französisch und Mathematik bestehen Unterschiede. Sie sollen aber ab jetzt gemeinsam lernen und gemeinsam ihre Abschlüsse machen.

Um sicherzustellen, dass dabei alle gleiche Chancen haben, sind ganz besondere Fördermaßnahmen notwendig. Das Unterrichtmaterial muss neu erarbeitet werden. Insbesondere müssen aber auch neue Lehrpläne erstellt werden, in die die verpflichtenden saarländischen und luxemburgischen Inhalte eingearbeitet werden. Diese sollen dann die jeweils spezifischen Eigenarten und Entwicklungschancen der Grenzregion und der einzelnen Länder berücksichtigen, denn die Schüler erwerben sowohl deutsche wie auch luxemburgische Schulabschlüsse.

So vorbereitet sind die Schüler später bestens gerüstet, um in der Großregion – diesseits oder jenseits der Grenze – zu leben und zu arbeiten. Aber nicht nur die Schüler, auch die Eltern, die Lehrkräfte und die zuständigen Fachbehörden diesseits und jenseits der Grenze stehen vor ganz neuen Herausforderungen. Bisher einmalig in Europa ist es, dass eine Schule von zwei Ländern gemeinsam gebaut, unterhalten und mit Personal ausgestattet wird. Hier arbeiten das luxemburgische Erziehungsministerium, der Landkreis Merzig-Wadern und das saarländische Kultusministerium eng zusammen, was zu einem regen Austausch von Informationen und Know-How führt und damit zu einem Gewinn für die ganze Region werden kann.

„Ich freue mich sehr, dass die grenzüberschreitende Arbeit am Schengen-Lyzeum auch die Anerkennung und die finanzielle Unterstützung der EU gefunden hat“, sagte die Staatssekretärin Dr. Susanne Reichrath. „Das Projekt wird dazu beitragen, die regionale Entwicklung im Dreiländereck nachhaltig zu verbessern und nicht zuletzt die grenzübergreifende europäische Identität der Bürgerinnen und Bürger zu stärken.“

 

Quelle : Staatskanzlei Saarbrücken