Octavie Modert, Luxemburger Staatssekretärin für Kultur, Hochschulwesen und Forschung hat im Rahmen einer Pressekonferenz am 18.Mai 2009 in Schengen die Präsidentschaft des Vereins Kulturraum Großregion an Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Kultur des Saarlandes übergeben.
Als paritätisch besetzte Struktur mit turnusmäßig wechselnder Präsidentschaft, wird der Verein Kulturraum Großregion ab 1.Juli 2009 für 18 Monate unter saarländischer Präsidentschaft stehen. In Nachfolge von Guy Dockendorf, Generaldirektor im Ministerium für Kultur, Hochschulwesen und Forschung des Großherzogtums wird Helga Knich-Walter, Leiterin der Abteilung Kultur im Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur des Saarlandes neue Präsidentin.
In Anwesenheit von Vertretern der Kulturministerien der Partnerregionen hat Frau Staatssekretärin Modert die Gründung des Vereins und die Fortschritte der Kooperation unter der luxemburgischen Präsidentschaft in Erinnerung gerufen.
Um die spezifischen Gegebenheiten der einzelnen Partnerregionen besser zu erfassen und die Kooperationsfelder zu identifizieren, haben die Partner folgendes Arbeitsprogramm verabschiedet:
Der am 28. April 2008 gegründete Verein hat sich bisher auf die Organisation von thematischen Runden Tischen der Experten der Kulturverwaltungen der Großregion konzentriert. Octavie Modert, Luxemburger Staatssekretärin für Kultur, Hochschulwesen und Forschung betonte, dass „die Zusammenarbeit zwischen der politischen Entscheidungsebene und den lokalen Verwaltungen durch die Schaffung von Kooperationsstrukturen zwischen den Gebietskörperschaften, den Stadtverwaltungen und den Ministerien einen ersten Schritt für eine dauerhafte und harmonische Zusammenarbeit“ darstellt.
Annegret Kramp- Karrenbauer, die saarländische Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Kultur freut sich auf die kommenden 18 Monate der Präsidentschaft und die damit verbundenen Herausforderungen. Sie dankte Luxemburg nachdrücklich für das bisher geleistete Engagement. „Dank seiner geografischen Lage, seiner Dreisprachigkeit und seiner Rolle während des Europäischen Kulturhauptstadtjahres hat Luxemburg alle notwendigen Impulse zur Gestaltung dieser Struktur gegeben“, erklärte die saarländische Kulturministerin. Sie kündigte an, dass unter der saarländischen Federführung der Akzent auf Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Künstler und Kulturschaffende gesetzt werden soll.
Die Vertreter der Partnerregionen haben bekräftigt, dass sie den Wunsch teilen, den institutionellen Dialog zu vertiefen und Projektträgern in der Großregion die Kooperation mit Partnern zu vereinfachen.
Der Vertreter des Rheinland-Pfälzischen Kultusministeriums, Dr. Hans-Jürgen Blinn und der Kulturdezernent der Stadt Trier, Ulrich Holkenbrink befürworten insbesondere eine noch stärkere und frühzeitigere Vernetzung von Kultur und Tourismus, um die Präsenz der Weltkulturerbestätten zu stärken und die Potentiale der Kultur besser auszuschöpfen.
Der Leiter der DRAC Lorraine Jean-Luc Bredel betonte die Notwendigkeit, eine Routine in der Zusammenarbeit der Kulturinstitutionen zu schaffen, um aus dem Europa der Kultur eine greifbare Wirklichkeit auf der Ebene der Großregion werden zu lassen.
Für die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens ist der Mehrwert, der für jede einzelne Teilregion durch die Zusammenarbeit entsteht, offenkundig. Kräfte bündeln, Brücken schlagen, die Effizienz der Arbeit erhöhen, das entspricht nicht zuletzt den Bedürfnissen und Erwartungen der Bürger der Großregion.
Seit Januar 2009 besitzt der Verein ein gemeinsames Sekretariat, das von allen Partnern finanziell getragen wird und gerade eine Zusage für die Förderung aus dem europäischen INTERREG IV A-Programm erhalten hat.
Espace culturel Grade Région – Kulturraum Grossregion
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