Neuer Präsident der EuRegio, dem kommunalen Verband in der Großregion, ist Daniel Ledent. Die Wahl erfolgte bei der Generalversammlung des Vereins in Arlon. Der Belgier ist Präsident der Regierung der belgischen Provinz Luxemburg und tritt in seiner neuen Funktion in der EuRegio die Nachfolge von Landrat Günther Schartz an.
Der Landrat würdigte in seinem Rechenschaftsbericht besonders die Vorreiterrolle Luxemburgs in der Großregion. Das Projekt Metroborder mit einer ganzheitlichen Raumplanung in der Großregion führe zu klareren Strukturen. Besonders hervorzuheben sei aber die Schaffung eines eigenen Ministeriums für die Großregion im Großherzogtum. Mit der neuen Gipfelpräsidentschaft im Saarland habe man bereits Kontakte zur Kooperation aufgenommen.
Daniel Ledent bedankte sich bei Günther Schartz für seine Tätigkeiten im Laufe der letzen Jahre. Insbesondere sei es ihm gelungen, die EuRegio als kommunale Einrichtung in der institutionellen Architektur der Großregion noch besser zu positionieren. So arbeite die EuRegio mit Arbeitsgruppen des Gipfels und des Wirtschafts- und Sozialausschusses der Großregion zusammen. Sie habe eine Partnerschaft mit der saarländischen Präsidentschaft und dem Forum Europa abgeschlossen, um im kommenden Jahr einen 3. Gemeindetag zum Thema "die demografischen Wandlungen und die Auswirkungen auf die Kommunen in der Großregion" zu veranstalten. Ziel sei ebenso eine Präsenz der kommunalen Ebene in den großregionalen Diskussionen.
Eine andere Arbeitsrichtung der EuRegio besteht darin, alle grenzüberschreitenden Erfahrungen in der Großregion besser zu vernetzen. So gibt es eine Vielfalt von Projekten, die von den Kommunen umgesetzt werden, aber sie sind oft unbekannt. Die EuRegio wird eine Plattform bilden, um eine Bestandsaufnahme dieser Projekte zu machen und die Grenzgebiete in der Großregion besser zu vernetzen und Synergien daraus ziehen zu können.
Auf dem Terminkalender der EuRegio für das Jahr 2010 steht ebenfalls eine Fachtagung im Bereich der Jugendarbeit (die Qualifikation der Ehrenamtlichen) und eine Unterstützung zweier vom Haus der Großregion initiierten Schulprojekte (Bildung eines Schulnetzwerkes zum Energiesparen und Schaffung einer interkulturellen Weiterbildung für Lehrer in der Großregion).
Dargestellt wurde in der Generalversammlung das Projekt Metroborder, das langfristig die Entwicklung einer grenzüberschreitenden polyzentrischen Metropolregion einleiten soll. Romain Diederich, Regierungsrat im luxemburgischen Ministerium für die dauerhafte Entwicklung und Infrastruktur - Abteilung Raumplanung, stellte das Projekt vor. Es setze sich ein Doppelziel, um einerseits eine Konsolidierung der europäischen Positionierung und Strahlkraft zu gewährleisten. Anderseits gehe es darum, die interne Kohäsion des Territoriums vor allem an den nationalen und regionalen Grenzgebieten zu stärken. Daher sollten sich die Kommunen an der Diskussionen beteiligen sowie an der Umsetzung der entstehenden Projekte. Die EuRegio verdeutlichte, dass sie als Mitglied im Begleitausschuß des Metroborder-Projektes einen Beitrag dazu leisten werde.
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