Das europäische Förderprogramm INTERREG III A Deutschland-Luxemburg mit der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens (DeLux) ist erfolgreich abgeschlossen: Insgesamt 30 grenzüberschreitende Projekte wurden in den Jahren 2000 bis 2008 im deutsch-luxemburgisch-belgischen Programmgebiet gefördert. Die Projekte haben sowohl die Bevölkerung als auch öffentliche und private Einrichtungen von beiden Seiten der Grenze enger zusammen gebracht. Damit konnte das INTERREG-Programm einen wichtigen Beitrag zur Verwirklichung der europäischen Idee vor Ort in der Grenzregion leisten.
Das von der EU geförderte Programm INTERREG III A DeLux ist im Jahr 2000 mit der Zielsetzung gestartet die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die regionale Integration zwischen Rheinland-Pfalz, dem Saarland, dem Großherzogtum Luxemburg und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens zu stärken. Die Ergebnisse der geförderten Projekte zeigen in beeindruckender Weise, dass dies gelungen ist.
Bei den geförderten Projekten handelt es sich um Projekte, die von Partnern beiderseits der Grenze gemeinsam geplant und durchgeführt wurden und positive Auswirkungen auf die Grenzregion entfalten.
Zur Förderung der Projekte hat das Programm im Laufe der Förderperiode rund 10 Millionen Euro an Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung erhalten. Zusammen mit den nationalen öffentlichen Mitteln der Programmbeteiligten belief sich das Programmvolumen insgesamt auf rund 20 Millionen Euro.
Die Projekte wurden innerhalb von sechs Schwerpunkten gefördert:
Die Ergebnisse der innerhalb der verschiedenen Schwerpunkte geförderten Projekte sind vielfältig und reichen von Nachbarschaftsprojekten in Grenzgemeinden über gemeinsame Waldschutzstrategien und Naturschutzprojekte bis hin zu Fortbildungsmaßnahmen und Beratungsangeboten für KMU, junge Unternehmen und Handwerksbetriebe. Auch die grenzüberschreitende Netzwerkbildung in verschiedensten Bereichen wie z.B. Kunst und Kultur, Gesundheit und Soziales sowie Brand-, Unfall- und Katastrophenschutz spielte eine besondere Rolle. Besondere Aufmerksamkeit haben die Zielgruppen Kinder und Jugendliche sowie Menschen mit Behinderung erfahren.
Das Programm wurde gemeinsam verwaltet und umgesetzt von den folgenden Programmpartnern: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz, Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft des Saarlands, Ministère de l'Intérieur et de l'Aménagement du Territoire des Großherzogtums Luxemburg und Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens.
Das Ende der Förderperiode haben die Programmpartner nun zum Anlass genommen, um in feierlichem Rahmen auf das Programm zurückzublicken und die Bedeutung der Fortführung der erfolgreichen Zusammenarbeit hervorzuheben. Die gemeinsame Abschlussveranstaltung fand am 17. November 2009 unter Beteiligung von Vertretern aus Rheinland-Pfalz, Luxemburg, der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und dem Saarland in der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier statt (siehe beiliegendes Programm).
In einergroßen INTERREG-Ausstellung konnten sich die Teilnehmer ein anschauliches Bild von den Erfolgen der Projekte und der Arbeit in der deutsch-luxemburgisch-belgischen Grenzregion machen. Zudem bot die Veranstaltung die Möglichkeit, das neue Förderprogramm INTERREG IV A Großregion 2007-2013 kennenzulernen.
Das neue Förderprogramm INTERREG IV A Großregion 2007-2013 stellt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf eine neue Stufe: Erstmals gibt es in der Großregion statt bisher drei Fördergebieten nur noch einen gemeinsamen Programmraum.
Das Programm INTERREG IV A Großregion ersetzt damit die drei Vorgänger-Programme Saarland-Moselle-Lothringen-Westpfalz, Wallonien-Lothringen-Luxemburg und Deutschland-Luxemburg mit der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Diese Gestaltung erweitert die Möglichkeiten zur Förderung von Projekten. So ist es jetzt auch möglich, grenzüberschreitende Projekte zu fördern, die Partner aus allen Teilgebieten der Großregion vereinen. Grenzüberschreitende Projekte können eine Förderung von maximal 50% der Kosten beantragen. Weitere Informationen zur Beantragung der Fördergelder und zu den Projektaufrufen unter: www.interreg-4agr.eu.
Weitere Informationen
Frau Berit Vogel
Secrétariat Technique Conjoint Interreg IVA Grande Région
Telefon : 00352 27 20 33 76
E-mail : berit.vogel@interreg4agr.lu
Frau Christiane Fortuin
Ministère de l’Intérieur et à la Grande Région
Telefon : 00352 2478 6915
E-mail : christiane.fortuin@mat.etat.lu