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AKTUELLES - Hochwasservorsorge
Gemeinsam Hochwasservorsorge leisten
10-12-2009


INTERREG IV A Grossregion    CIPMS-IKSMS

Gründungsveranstaltung der ersten grenzüberschreitenden Hochwasserpartnerschaft zwischen dem Saarland und Lothringen an der "Unteren Blies"

 

Die Internationalen Kommissionen zum Schutze der Mosel und der Saar (IKSMS), das Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr des Saarlandes (MUEV) und die Präfektur Lothringen vertreten durch die Regionale Umweltbehörde (Direction Régionale de l`Environnement de Lorraine, DIREN) initiieren als Projektpartner des INTERREG IV-A-Projekts „Hoch- und Niedrigwassermanagement im Einzugsgebiet der Mosel und der Saar – FLOW MS“ die erste grenzüberschreitende Hochwasserpartnerschaft.

In einem Festakt (Gründungsveranstaltung) am 10. Dezember im Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim wird die Gründungsurkunde, die von der Ministerin für Umwelt, Energie und Verkehr, Dr. Simone Peter, der Präsidentin der IKSMS, Heide Jekel, und dem Vertreter des Koordinierenden Präfekten des Rhein-Maas-Einzugsgebiets, Pascal Duchêne, unterzeichnet wurde, überreicht und damit die grenzüberschreitende Hochwasserpartnerschaft offiziell ins Leben gerufen.

Der saarländische Umweltstaatssekretär Klaus Borger wird die Gründungsveranstaltung mit seinem Grußwort eröffnen, die dann gleich mit interessanten Vorträgen in die anstehenden Arbeiten der Hochwasserpartnerschaft startet. Die simultane deutsch-französische Übersetzung der gesamten Veranstaltung unterstreicht den grenzübergreifenden Charakter der Hochwasserpartnerschaft. Durch diese Partnerschaft setzen sich die deutschen und französischen Partner zum Ziel, den Gefahren und Herausforderungen von Hochwasserereignissen im Einzugsgebiet der „Unteren Blies“ durch freiwillige Kooperation entgegenzuwirken.

Hochwasser macht an Grenzen nicht halt!

 

Aus diesem Grund haben die deutschen Kommunen Blieskastel, Gersheim, Kleinblittersdorf und Mandelbachtal sowie die französischen Kommunen Sarreguemines, Bliesbruck, Blies-Ebersing, Blies-Guersviller und Frauenberg beschlossen, zukünftig im Einzugsgebiet zusammenzuarbeiten und dem Hochwasser durch gemeinsame Vorsorge und kontinuierlichen Erfahrungsaustausch zu begegnen.

Der Hochwasserschutz soll stärker in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden, Alarm- und Einsatzplanungen besser aufeinander abgestimmt und die kommunalen Planungen an die Hochwassergefährdung angepasst werden.

Grundlage für diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit an der Unteren Blies ist der bereits bestehende Kooperationsvertrag zum Hochwasseraktionsplan Blies, der an die aktuellen Anforderungen des Hochwasserschutzes und der europäischen Hochwasser-Risikomanagement-Richtlinie (2007/60/EG) angepasst wird. Unter Einbindung der Kommunen erstellen die Wasserwirtschaftsverwaltungen Hochwassergefahren- und -risikokarten, bewerten das Hochwasserrisiko und erarbeiten konkrete Handlungsempfehlungen in Form von Managementplänen.

Hochwasserpartnerschaften, die sich in Baden-Württemberg bereits erfolgreich etabliert haben, sind freiwillige Zusammenschlüsse der Gemeinden, Städte und Gebietskörperschaften, in denen ein gemeinsames Netzwerk aufgebaut, Synergien genutzt und Erfahrungen ausgetauscht werden sollen. Unterstützt werden die Kommunen durch die jeweiligen Fachbehörden und das Internationale Betreuungszentrum für Hochwasserpartnerschaften (HPI) am Sitz der der IKSMS in Trier, das die Koordinierung der Hochwasserpartnerschaften gewährleistet.

Die Hochwasserpartnerschaften sind wesentlicher Baustein des grenzüberschreitenden Projekts FLOW MS, das die bereits bestehende vorbildliche Zusammenarbeit im Mosel- und Saareinzugsgebiet weiter verstärken soll.


 

KONTAKT

Internationalen Kommissionen zum Schutze der Mosel und der Saar (IKSMS)

Herr Kinsinger

Herr Hinsberger

Telefon.: 0049-651-14 57 79 41

E-Mail: hpi@iksms-cipms.org