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AKTUELLES - ENERGIEVERSORGUNG
Umweltministerin will grenzüberschreitenden Dialog zur zukünftigen Energieversorgung in der Großregion führen
27-01-2010


Umweltministerin Dr. Simone Peter

Angesichts der Diskussion um das geplante Großkraftwerk in Hambach will die saarländische Umweltministerin Simone Peter zeitnah in einen konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten diesseits und jenseits der Grenze eintreten, um die Zukunft der Energieversorgung in der Großregion zu erörtern.

„Wenngleich nach fachlicher Prüfung durch das saarländische Umweltministerium vom geplanten Kraftwerk in Hambach keine akute Gefährdung der Gewässer und der Luft im Saarland ausgeht, teile ich die Sorgen der Kraftwerksgegner, dass der Betrieb fossiler Großkraftwerke grundsätzlich mit Beeinträchtigungen der Umwelt und des Klimas verbunden ist“, so die saarländische Umweltministerin Simone Peter. „Die Nutzung fossiler Energieträger kann uns daher – hier wie dort – lediglich während einer Übergangsphase als „Brücke“ hin zu einer Energieversorgung auf der Basis Erneuerbarer Energien dienen. Gleichwohl macht die Altersstruktur der mit fossilen Brennstoffen befeuerten Großkraftwerke nicht nur im Saarland, sondern auch in der gesamten Großregion Saar-Lor-Lux Modernisierungs- und gegebenenfalls Ersatzinvestitionen erforderlich. Bei Ersatzinvestitionen sind Erzeugungsanlagen auf Erdgasbasis grundsätzlich sinnvoller als Anlagen auf Steinkohlebasis, weil der spezifische Kohlendioxid-Ausstoß, insbesondere bei GUD-Kraftwerken (Gas und Dampf), deutlich geringer ist. Aber auch nur dann, wenn sie die technischen Voraussetzungen für eine möglichst effiziente und umweltschonende Energieerzeugung, wie z.B. einen hohen Wirkungsgrad durch maximale Wärmeauskopplung erfüllen. Dies ist am Standort Hambach nicht geplant und aufgrund fehlender Wärmeabnehmer auch nicht möglich“, so Ministerin Peter. „In der Großregion werden wir daher zeitnah in einen konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten eintreten, um die Konzepte einer zukunftsfähigen Energieerzeugung grenzüberschreitend zu diskutieren. Auch das Saarland muss seine Hausaufgaben zur Erfüllung der nationalen und europäischen Klimaschutzziele noch machen.“

Erklärtes Ziel der saarländischen Landesregierung ist eine dezentrale, umweltfreundliche Energieversorgung. Diese soll vorrangig durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien sicher gestellt werden. Sollten über die technische und betriebswirtschaftliche Optimierung der fossilen Bestandsanlagen hinaus Ersatzinvestitionen in Kraftwerke nötig sein, müssen diese über optimale Wirkungsgrade und größtmögliche Wärmeauskopplung verfügen. Die Gesamtleistung eines neuen Kraftwerks soll 500 MW nicht überschreiten.

 

Quelle : Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr, Saarland