|     | Erweiterte Suche
Drucken | Versenden

AKTUELLES - LOGISTIK
Schweitzer: Verkehrsinfrastruktur bündeln und verbessern
25-02-2010


Logistik-Kampagne: Gründung Interessenvereinigung TRIMODAL

 

„Logistik ist ein dynamisches Geschäft  und die Logistikregion Trier-Luxemburg hat diese Dynamik angenommen und die Weichen auf Zukunft gestellt“, dies betonte Verkehrsstaatssekretär Alexander Schweitzer heute in Trier. Anlass war die Gründung der europäischen wirtschaftlichen Interessenvereinigung TRIMODAL. „Mit Blick auf die prognostizierten Zuwächse im Bereich Güterverkehr müssen wir Verkehre so organisieren, dass einzelne Verkehrsträger ihre Stärken entsprechend ausspielen können“, so Schweitzer weiter. Mit Gründung von TRIMODAL legt die Logistikregion Trier-Luxemburg den Grundstein für die zukunftsweisende verkehrsträger-übergreifende Zusammenarbeit. „Insbesondere wird damit die Wettbewerbsfähigkeit der Logistikregion gestärkt.“ So schließen sich insgesamt sechs Transport- und Logistikunternehmen aus dem deutsch-luxemburgischen Raum zu dieser Interessensvereinigung zusammen, um der verladenden Wirtschaft in der Region maßgeschneiderte Transportangebote Straße-Schiene-Binnenschiff bieten zu können. Marktanalysen und Befragungen des Transportgewerbes in der Region hatten insbesondere für West-Ost Verkehre einen entsprechenden Bedarf ermittelt.

Die Gründung der Interessensvereinigung TRIMODAL ist das Ergebnis eines Entwicklungsprozesses, den die Stadt Trier vor einigen Jahren angeschoben hat. „Mit der Zusammenführung der Logistikbranche haben Sie die Basis für die zukunftsweisende Weiterentwicklung der Branche in der Region Trier – Luxemburg geschaffen“, lobte Staatssekretär Schweitzer das Engagement von Stadt und Region.

Die Landesregierung habe das Potential multimodaler Verkehre frühzeitig erkannt und in den letzten Jahren massiv in die Entwicklung und den Ausbau von Güterverkehrszentren, Hafenanlagen und Terminalstandorten investiert.

Die Voraussetzungen für den kombinierten Verkehr sind in Rheinland-Pfalz  hervorragend: 13 öffentliche Binnenhäfen an Rhein und Mosel sowie fünf Güterverkehrszentren stehen landesweit für den kombinierten Verkehr zur Verfügung und bilden wichtige Katalysatoren für die jeweilige regionalwirtschaftliche Entwicklung. „Diesen Weg will die Landesregierung mit weiteren Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur konsequent weiter gehen“, kündigte Schweitzer an.

Im Güterverkehrszentrum Hafen Trier können Güter trimodal (Straße, Schiene, Wasser) umgeschlagen werden, mit Frankfurt-Hahn und Luxemburg-Findel stehen der Region gleich zwei bedeutende Frachtflughäfen zur Verfügung.  Ergänzt wird das Angebot an logistischer Infrastruktur auf Luxemburger Seite durch den Hafen Mertert und den Rangierbahnhof Bettembourg/Dudelange.

Das Anliegen der Landesregierung ist es, diese Voraussetzungen durch Investitionen in die Logistik- und Verkehrsinfrastruktur der Region Trier-Luxemburg weiter zu verbessern. Von hoher Bedeutung für die Logistikregion Trier-Luxemburg seien dabei insbesondere der Weiterbau der Autobahn A 1, der die Region Trier-Luxemburg direkt mit der Metropolregion Rhein-Ruhr verbindet, sowie der Neu- und Ausbau der B 50 zwischen dem Kreuz A1/A 60 und der Anschlussstelle A 61 Rheinböllen. Mit dem Ende April 2009 erfolgten Startschuss für den Hochmoselübergang im Zuge des 4-streifigen Ausbaus der B 50 ist ein verkehrstechnisch und strukturpolitisch außerordentlich wichtiges Bauprojekt angeschoben worden. Die Gesamtkosten des Projektes werden mit rund 330 Mio. Euro beziffert. „Mit dem Hochmoselübergang wird der Flughafen Frankfurt-Hahn enger an die Logistikregion Trier angebunden. Zusätzlich verkürzen sich die Wege von Trier nach Rhein-Main“, sagte Schweitzer.

Die Landesregierung begrüße auch die Absicht des Bundes, in den kommenden Jahren alle deutschen Moselschleusen sukzessive auszubauen und mit einer zweiten Schleusenkammer zu versehen. Durch diesen Investitionsschub, der die aktuell ausgereizte Transportkapazität auf der Mosel verdoppeln wird, sei eine Stärkung nicht nur der Hafenwirtschaft, sondern des gesamten Wirtschaftsstandortes im Dreiländereck Frankreich, Luxemburg und Deutschland verbunden. „Die Landesregierung macht sich auch dafür stark, den durch den Bund vorgegebenen Zeitrahmen für die Realisierung  zu verkürzen.“

 

Quelle : Staatskanzlei Mainz