"Es ist unser gemeinsames Ziel, Unfallopfer in der Großregion SaarLorLux so schnell und optimal wie möglich in einem geeigneten Krankenhaus behandeln zu können", betont Gesundheits-Staatssekretär Sebastian Pini auf dem Symposium "Unfallbehandlung in der Grenzregion" im Universitätsklinikum in Homburg am Mittwoch (17.03.2010). Auf Initiative des „Trauma-Netzwerkes SaarLorLux-Westpfalz" ist es nun erstmals gelungen, Krankenhausärzte aus Frankreich, Luxemburg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zu einem medizinischen Informationsaustausch zusammen zu bringen. Das Ministerium für Gesundheit und Verbraucherschutz hat im Rahmen der saarländischen Präsidentschaft im 12. Gipfel der Großregion die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen.
"Durch den Ausbau der grenzüberschreitenden Kontakte kann die Unfallbehandlung in der Grenzregion nachhaltig verbessert und eine Optimierung der regionalen medizinischen Versorgung vorangetrieben werden. Der grenzüberschreitende Charakter dieses Symposiums ist auch ein zentrales Anliegen der saarländischen Gesundheitspolitik", betont Staatssekretär Sebastian Pini. "Die Großregion SaarLorLux ist geradezu prädestiniert für eine enge Zusammenarbeit in der medizinischen Versorgung."
Hintergrund:
Grundlage der grenzüberschreitenden Kooperation in der medizinischen Notfallhilfe bilden das Abkommen zwischen Lothringen und dem Saarland aus dem Jahr 2008 sowie entsprechende Vereinbarungen zwischen Rheinland-Pfalz und dem Elsass aus 2009. Das Saarland hat bis Ende 2010 den Vorsitz des 12. Gipfels der Großregion inne. Das Motto der Präsidentschaft ist „Mobilitätsinitiative für die Großregion“ und ist auf drei Säulen aufgebaut: Die Großregion voranbringen, die Grenzen überwinden, die Großregionen zu den Menschen bringen. Dabei spielt auch die Verbesserung der medizinischen Notfall- und Spezialversorgung der Menschen eine wichtige Rolle.