„Mit den heutigen Arbeitsergebnissen stärken wir den bildungspolitischen Dialog in unserer Region“, erklärte der saarländische Bildungsminister Klaus Kessler heute Nachmittag im Anschluss an die Bildungsministerkonferenz der Großregion in der Villa Europa in Saarbrücken.
Auf Einladung von Minister Kessler sind die bildungspolitisch Verantwortlichen aus Luxemburg, Lothringen, Rheinland-Pfalz und aus der Französischen und Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens an die Saar gekommen, um eine Ausweitung der bildungspolitischen Zusammenarbeit zu beschließen. Auf der Tagesordnung standen mehrere zentrale Bildungsprojekte der Großregion, unter anderem die Weiterentwicklung einer gemeinsamen Lehrerfortbildung sowie der Ausbau eines grenzüberschreitenden Berufsausbildungssystems.
„Die grenzüberschreitende Bildungspolitik in der Großregion hat Tradition und funktioniert sehr gut. Zukünftig werden die länderübergreifenden Kooperationen aber eine noch weitaus wichtigere Rolle bei der Vermittlung von sprachlichen, beruflichen und interkulturellen Kompetenzen spielen als es bisher der Fall war“, kündigte Kessler an.
Als Beispiel nannte Kessler den Bereich der Lehrerfortbildung. Hier hätten gemeinsame Foren, Seminare und Projekte bereits Hunderten von Lehrkräften aus allen Teilen der Großregion einen fruchtbaren Erfahrungsaustausch erlaubt, der sich konkret auf die Unterrichtspraxis ausgewirkt habe. “Diese Form der Zusammenarbeit möchten wir stärken, indem wir sicherstellen, dass alle Lehrkräfte hinreichend über die Fortbildungsveranstaltungen in den Nachbarregionen informiert und zur Teilnahme an diesen ermutigt werden“, so Kessler. Außerdem werde im November 2010 ein Runder Tisch von Experten das Konzept für ein großes grenzüberschreitendes Forum zum Thema „Erwerb und Anerkennung von Schlüsselkompetenzen“ entwickeln.
Als einen weiteren wichtigen Punkt grenzüberschreitender Bildungspolitik nannte Kessler die Berufsausbildung. „Eine intensive länderübergreifende Zusammenarbeit im Bereich der beruflichen Ausbildung ist für grenznahe Regionen ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Aus diesem Grund entwickeln wir derzeit im Rahmen des gemeinsamen Projektes VaLOGReg ein durchlässiges und flexibles Qualifizierungssystem für die Großregion“, hob Kessler hervor. Darüber hinaus werde man prüfen, inwieweit bereits bestehende Kooperationsmodelle in der beruflichen Ausbildung, beispielsweise der gemeinsame Schulunterricht in der Ausbildung zum Buchbinder, zum Aufbau weiterer Ausbildungskooperationen genutzt werden können.
Quelle : Ministerium für Bildung