Am 27. Mai fand in der Präfektur der Region Lothringen unter Vorsitz des Präfekten der Region Lothringen, Herrn Bernard NIQUET, die Gründungsversammlung des Europäischen Verbundes für Territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) INTERREG „Programm Großregion“ statt.
An dieser Hauptversammlung haben teilgenommen: Herr Joachim KIEFABER, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft des Saarlandes, Herr Thierry KIEKEN, Vertreter des Ministerpräsidenten der Wallonischen Region, Herr Clemens NAGEL, Vertreter des Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz, Herr Carlos GUEDES, Vertreter des Ministerium des Inneren und für die Großregion des Großherzogtums Luxemburg, Frau Fanny BROUSSAN, Vertreterin der Französischsprachigen Gemeinschaft Belgiens, die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens war entschuldigt, Frau Josiane MADELAINE, stellvertretende Vorsitzende der Region Lothringen, Herr Jean-Maire-BUCHHEIT, Vertreter des Vorsitzenden des Generalrats des Departements Moselle, Herr Christian ARIES, stellvertretender Vorsitzender des Generalrats des Departements Meurthe-et-Moselle, Herr Denis CORDONNIER, stellvertretender Vorsitzender des Generalrats des Departements Meuse. Diese Vertreter erschienen zusammen mit ihren Mitarbeitern, die täglich an der Umsetzung der Strukturfonds im Nutzen der Großregion arbeiten.
Durch Erlass vom 29. Mai 2010 hat der Präfekt der Region Lothringen den EVTZ INTERREG „Programm Großregion“ eingerichtet und dessen Vorsitz übernommen.
Der EVTZ INTERREG „Programm Großregion“ nimmt von nun an die Funktionen der Verwaltungsbehörde des Programms INTERREG IVA Großregion wahr: Begleitung und Umsetzung des Programms, Koordination, Auswahl der Projekte, die für eine europäische Finanzierung in Frage kommen.
Zuvor, d.h. seit dem 1. Januar 2007, wurden diese Funktionen von Wallonien ausgeübt.
Der EVTZ ist ein neuartiges Instrument, das von der Europäischen Union geschaffen wurde. Er gibt den Gebietskörperschaften unterschiedlicher Staaten die Möglichkeit, neue Kooperationsgruppen einzusetzen. Diese Verbünde besitzen Rechtspersönlichkeit, um die Zusammenarbeit, vor allem unter Mitgliedsstaaten und Gebietskörperschaften über die nationalen Grenzen hinweg zu vereinfachen.
Die Gründung des EVTZ ist die Folge einer Entscheidung, die gemeinsam auf dem 9. Gipfel der Exekutive der Großregion am 1. Juni 2006 von den 11 Partnerbehörden der Großregion getroffen wurde: die Französischsprachige und die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens, Wallonien, die Bundesländer Saarland und Rheinland-Pfalz, Luxemburg, die Generalräte der Departements Moselle, Meurthe-et-Moselle und Meuse, Lothringen sowie die Präfektur der Region Lothringen. Letztere haben daher beschlossen, das europäische Programm INTERREG IVA auf dem geographischen Gebiet der Großregion im Zeitraum 2007-2013 gemeinsam zu verwalten.
Es wird darauf hingewiesen, dass dank europäischer Fonds die Großregion in den letzten zwanzig Jahren in den Genuss zahlreicher finanzieller Hilfen kam. Somit ist das grenzüberschreitende Programm, das von dem neuen EVTZ verwaltet wird, mit einem Budget von 106 Millionen Euro für den Zeitraum 2007-2013 ausgestattet.
Der EFRE hat eine dynamische Entwicklung des Gebiets ermöglicht, indem er zahlreiche grenzüberschreitende Projekte gefördert hat. Innerhalb der drei Hauptschwerpunkte die Wirtschaft, der Raum und die Menschen finden die Ziele des Programms im Zeitraum 2007-2013 ihren Ausdruck und betreffen unter anderem die Innovation, die Unterstützung des touristischen Angebots, die Unterstützung der Politik der Raumplanung oder die Zusammenarbeit in den Bereichen der Erziehung und Bildung.