Einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einem besseren grenzüberschreitenden ÖPNV ist der Wirtschafts- und Sozialausschuss der Großregion (WSAGR) gegangen. 80 Experten, darunter Fachleute von Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünden aus allen Teilen der Großregion, befassten sich auf einer Fachtagung in der Arbeitskammer des Saarlandes in Saarbrücken mit konkreten Fragestellungen und Hemmnissen. Dazu zählen die unterschiedlichen ordnungspolitischen Rahmenbedingungen ebenso wie die differierenden Finanzierungsmodelle.
Es ist die dritte Fachkonferenz des WSAGR, die sich dem Zukunftsziel eines Verkehrsverbundes der Großregion widmet. 2006 und 2008 hatten die Verkehrsminister und zahlreiche Parlamentarier ihren Willen bekräftigt, den grenzüberschreitenden ÖPNV zu verbessern.
Der WSAGR hat konkrete Vorschläge dazu unterbreitet:
Um diese Ziele zu erreichen, wird bis September eine Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht. Die entsprechende Vorstudie wird zurzeit durchgeführt. Die Expertenkonferenz soll nur ein Auftakt für weitere Gespräche und eine bessere Kommunikation der verschiedenen Akteure sein, eine Folgekonferenz ist für nächstes Jahr geplant.
Stichwort WSAGR:
Im Wirtschafts- und Sozialausschuss der Großregion engagieren sich Vertreter von Arbeitgebern und Arbeitnehmern für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Großregion. Zu ihr zählen Lothringen, Luxemburg, Rheinland-Pfalz, Saarland, Wallonie und die deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens. Die Präsidentschaft des WSAGR folgt turnusgemäß der Präsidentschaft des Gipfels der Regierungen, die im Augenblick das Saarland innehat. Beim WSAGR wechseln sich dabei Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Vertreter ab. Derzeitiger Präsident ist Hans Peter Kurtz, Vorstandsvorsitzender der Arbeitskammer des Saarlandes.