In Anwesenheit des saarländischen Ministerpräsidenten und Präsidenten des 12. Gipfels der Großregion, Peter Müller, haben die Mitglieder des Wirtschafts- und Sozialausschusses der Großregion (WSAGR) am 28.10.2010 in Kirkel Handlungsempfehlungen für eine Stärkung der Großregion als Lebens- und Wirtschaftsraum verabschiedet, die im Januar 2011 den Exekutiven der Teilregionen der Großregion vorgelegt werden.
Luxemburg bleibt trotz der Finanzkrise Jobmotor in der Großregion. Das ist eine Erkenntnis. In welchen Branchen es die größten Zuwächse gibt, wie sich die Arbeitslosigkeit in den Teilregionen entwickelt, von wo nach wo es die Grenzgänger zieht, auch all diese Fragen beantwortet ganz aktuell der „Bericht zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Großregion 2010“, den der Wirtschafts- und Sozialausschuss der Großregion (WSAGR) in seiner Abschlussvollversammlung unter saarländischer Präsidentschaft im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel vorgestellt hat.
Dabei zogen die Delegierten der sechs beteiligten Regionen auch Bilanz der geleisteten Arbeit in den letzten beiden Jahren. So wurde etwa ein gemeinsames Interreg-Projekt mit dem Ziel realisiert, das Angebot des ÖPNV in der Großregion stärker an die Bedürfnisse der Grenzgänger anzupassen. Für Unternehmen wurde ein grenzüberschreitendes Netzwerk einheitlicher Ansprechpartner initiiert und ein Kooperationsabkommen der arbeitsmarktpolitischen Akteure geschlossen.
Aus dem „Bericht zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Großregion“, den das Netzwerk der Fachinstitute der Interregionalen Arbeitsmarktbeobachtungsstelle (IBA) für den WSAGR erstellt hat, zog die Vollversammlung Schlussfolgerungen und verabschiedete Empfehlungen.
Der Bericht soll zum Standardwerk werden und auch in der französischen Gipfelpräsidentschaft erscheinen. Denn im nächsten Jahr geht der Vorsitz des WSAGR vom Saarland nach Lothringen über. Zum Nachfolger des bisherigen Präsidenten Hans Peter Kurtz wurde Patrice Lombard, Vorsitzender des Lothringer Arbeitgeberverbandes, gewählt.
Den Schlusspunkt der saarländischen Präsidentschaft bildet die Konferenz „Leben und Arbeiten in der Großregion“ am 23. November 2010 im Saarbrücker VHS-Zentrum.
Stichwort WSAGR:
Im Wirtschafts- und Sozialausschuss der Großregion engagieren sich Vertreter von Arbeitgebern und Arbeitnehmern für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Großregion. Zu ihr zählen Lothringen, Luxemburg, Rheinland-Pfalz, Saarland, Wallonien und die deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens. Die Präsidentschaft des WSAGR folgt turnusgemäß der Präsidentschaft des Gipfels der Exekutiven der Großregion. Beim WSAGR wechseln sich dabei Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Vertreter ab.
Gemeinsames Sekretariat des WSAGR
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