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AKTUELLES - Familie
Treffen der Landesseniorenbeiräte Luxemburg und Saarland
06-04-2011


Die Landesseniorenbeiräte von Luxemburg („Conseil Supérieur des Personnes Agées du Luxembourg“) und des Saarlandes haben sich am 6. April 2011 zur gemeinsamen Tagung in Homburg getroffen. Gaby Schäfer, Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport, hat das Treffen begleitet und die gute Zusammenarbeit zwischen dem Großherzogtum und dem Saarland gelobt.

„Es ist sehr lobenswert, dass sich der regelmäßige, gemeinsame Erfahrungs- und Informationsaustausch der Landesseniorenbeiräte von Luxemburg und des Saarlandes über Konzepte in der Senioren- und Behindertenhilfe zu einem festen Bestandteil der gemeinsamen Treffen entwickelt hat“, erklärt Staatssekretärin Gaby Schäfer, „trotz Unterschiedlichkeiten der Länder bietet die Kooperation zwischen dem Großherzogtum und dem Saarland die Chance, von vergleichbaren Problemlagen zu lernen und neue Lösungspotenziale zu entdecken. Die Landesseniorenbeiräte leisten eine beispielhafte Arbeit die Interessen älterer Menschen im Saarland und in Luxemburg zu vertreten.“

Das bisherige Themenspektrum der gemeinsamen Tagungen der Landesseniorenbeiräte von Luxemburg und dem Saarland umfasste vor allem folgende Themenschwerpunkte:

  • Sicherung der gesellschaftlichen Beteiligung älterer Menschen vor allem durch Gründung kommunaler Seniorenbeiräte
  • Sicherheit von Seniorinnen und Senioren im häuslichen Bereich und im Straßenverkehr (z. B. jahrelanger grenzüberschreitender Austausch der Seniorensicherheitsberaterinnen und Seniorensicherheitsberater aus dem Saarland und Luxemburg)
  • Seniorengerechtes Planen und Bauen
  • Dialog der Generationen
  • pflegerische Versorgung vor allem von dementiell erkrankten Menschen
  • häusliche Betreuung und Versorgung
  • zukunftsorientierte Wohnformen im Alter

Der Vorsitzende des Landesseniorenbeirates, Gerhard Ballas, erklärt: „Demografiebedingt werden das Saarland und Luxemburg auch gemeinsame Entwicklungen erleben. Die Verlängerung der Lebenserwartung und zunehmende Alterung der Bevölkerung erfordern verstärkte Anstrengungen im Bereich sozialer und gesellschaftlicher Teilhabe sowie im Bereich der Entwicklung zukunftsorientierter, wohnortnaher Versorgungs- und Pflege-Konzepte. Dieser Einsatz ist erforderlich, um den sich abzeichnenden Herausforderungen wie dem Anstieg der Pflegebedürftigkeit und der Demenz sowie der Notwendigkeit einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Pflege angemessen begegnen zu können.“

Vor diesem Hintergrund bleibt eine Zukunftsaufgabe für den Landesseniorenbeirat des Saarlandes der Aufbau weiter kommunaler Seniorenbeiräte.

Gaby Schäfer: „Dank gezielter Unterstützung durch den Landesseniorenbeirat stehen den älteren Saarländerinnen und Saarländern zwölf Seniorenbeiräte im Land zur Verfügung. Zwei weitere sind noch im Aufbau.“

Gerhard Ballas erklärt die Fortsetzung der Initiative des Landesseniorenbeirates: „In meiner Funktion als Vorsitzender werde ich in den nächsten Wochen weitere Kommunen aufsuchen, um Orts-, Gemeinde- und Stadträte von der Gründung kommunaler Seniorenbeiräte zu überzeugen. Vielerorts trifft die Gründung von Seniorenbeiräten nach wie vor auf Skepsis, weil die Meinung besteht, dass Senioren durch ältere Ratsmitglieder gut vertreten seien. Dabei wird allerdings das hohe Unterstützungspotenzial, das Seniorenbeiräte in überparteilicher und überkonfessioneller Weise einer Kommune bieten könnten, übersehen.“

Als beispielhaftes, von beiden Landesseniorenbeiräten unterstütztes Projekt verweist Gerhard Ballas auf das Präventionsprojekt der „Seniorensicherheitsberater“. Im Jahre 2006 hat sich der Landesseniorenbeirat Saarland mit dem Conseil Supérieur des Personnes Âgées von Luxemburg im Rahmen einer Partnerschaft mit den zuständigen Polizeidienststellen auf eine Durchführung dieses Projektes in beiden Ländern verständigt. Das Landeskriminalamt Saarland, die Landespolizeidirektion Saarland, das Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport und der Landesseniorenbeirat in Kooperation mit kommunalen Seniorenbeiräten sind dabei sowohl beratend als auch unterstützend tätig.

 

Quelle : Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport